1. 10. — Modell Berlin

Modell Berlin / St. Matthäus-Kirche am Kulturforum – »Berliner Notizen – Die Stadt von den Rändern her denken« am 1. Oktober 2020 um 17:00 bis 19:00 Uhr Live auf den Freien Radios Berlin-Brandenburg.

Radio Woltersdorf lädt ein zum Gespräch: Merve Namli, Wolfgang Müller, Aram Radomski. Gastgeber: Thomas Müller, Frank Diersch (rwd). Live: Sascha Bachmann aka HAND (Tape Loops)

Merve Namli: (1989, Istambul) ist eine Autorin, die Queer Feminismus­Perspektiven in den Blick nimmt. Als qualifizierte Konferenzdolmetscherin arbeitet sie seit zehn Jahren für diverse öffentliche Institutionen. Sie engagiert sich als Aktivistin in antirassistischen und feministischen Initiativen und Kollektiven in der Türkei und in Europa und kuratiert und veranstaltet Konzerte und Festivals für unterrepräsentierte BiPOC‐Künstlerinnen.

Aram Radomski: (1963, Neubrandenburg) ist ein deutscher Fotograf und Designer. Er gehörte zur Opposition in der DDR und war dort politischer Häftling. Bekannt wurde er dadurch, dass er während der Friedlichen Revolution von der entscheidenden Montagsdemonstration am 9. Oktober 1989 in Leipzig gemeinsam mit Siegbert Schefke heimlich Filmaufnahmen machte, die von bundesdeutschen Medien ausgestrahlt wurden und damit auch die Bevölkerung der DDR erreichten. 2019 erhielt er das Bundesverdienstkreuz und der Preis der Deutschen Gesellschaft e. V. »Stille Helden« der Friedlichen Revolution. Aram Radomski betreibt das Label Berlintapete und unterstützt Modell Berlin.

Wolfgang Müller: (*1957, Wolfsburg) ist ein deutscher Künstler, Musiker (u. a. bei Die Tödliche Doris) und Autor. Heute lebt er abwechselnd in Berlin und Reykjavík. Von 1980 bis 1987 studierte Müller an der Hochschule der Künste Berlin im Bereich Grafik/Visuelle Kommunikation/Experimentelle Filmgestaltung. Mit Beginn des Studiums gründete er die Postpunk-­‐ und Konzeptband Die Tödliche Doris mit seinem Kommilitonen Nikolaus Utermöhlen. 1982 gab er im Merve Verlag das Buch Geniale Dilletanten (in Nachfolge des Festival Genialer Dilletanten) mit Beiträgen u. a. von Gudrun Gut, Matthias Roeingh (später bekannt als Dr. Motte), Tabea Blumenschein, Blixa Bargeld und Frieder Butzmann heraus. Das Buch wurde zum Manifest einer jungen West-­Berliner Künstler-­ und Musikerszene. Sein 2016 entstandenes BR2‐Hörspiel Intervallum – Hommage an die Pause ist eine Referenz an die transmediale Künstlerin Valeska Gert, über die er zwei Bücher verfasste und 2010 die Ausstellung Pause. im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart co-­kuratierte. Wolfgang Müller ist der Schöpfer des Wortes Elfenbeauftragte und gilt als Island- und Elfenexperte. Im Jahr 2009 wurde Wolfgang Müller für sein Audiowerk Séance Vocibus Avium der Karl‐Sczuka-­Preis in Donaueschingen verliehen.

Sascha Bachmann aka HAND: Sascha Bachmanns (*1978 Berlin) musikalischer Ursprung liegt im Schlagzeugspiel. Er arbeitete als Sideman für verschiedenste Musiker & Produktionen. Seine authentische Stilbreite ließ ihn live und im Studio mit Künstlern wie Jan Driver, Sirius Mo, Iris Romen aber auch Mainstream Popacts wie Eisblume, Bell, Book & Candle oder Valentine zusammenarbeiten.
So auch produzierte er zwei Alben mit seinem eigenen Jazzquartett und steuerte zum Animationsfilm »Der Mondman« einen Teil des Soundtracks bei. Mit diesem Tapeloop Projekt spielte er bereits in Berlin, New York und bei Radio Woltersdorf.

 

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